Festakt zum Nationalfeiertag 2021 – 50 Jahre Bisamberg – Klein-Engersdorf

 

Eigentlich hätte das gesamte Jahr 2021 hindurch die „Goldene Hochzeit“ gefeiert werden sollen, denn exakt vor 50 Jahren haben sich Bisamberg und Klein-Engersdorf das „Ja-Wort“ gegeben.
Hagenbrunn oder Bisamberg – diese Wahl mussten die Klein-Engersdorfer damals treffen. Denn die NÖ-weite Gemeindezusammenlegungen betrafen vor allem die kleinen Orte, zudem wollte man die Verwaltung vereinfachen, Budgets bündeln und so für mehr Fortschritt sorgen.
“Das Ergebnis zu Gunsten Bisambergs war damals sehr knapp”, erzählt Willibald Latzel, der selbst 28 Jahre lang im Bisamberger Gemeinderat saß, sechs Jahre davon als Vizebürgermeister und ab 1992 Ortsvorsteher von Klein-Engersdorf war. Die Interessen seines Ortes zu vertreten lag ihm sehr am Herzen.
Am 1. Jänner 1970 wurden Klein-Engersdorf und Bisamberg zusammengelegt.
“Vom Zusammenschluss haben beide Gemeinden profitiert. Klein-Engersdorf alleine hätte vieles nicht finanzieren können, Bisamberg hat wiederum hat vom Betriebsgebiet profitiert, das auf Klein-Engersdorfer Grund lag.”
Und, so Latzel, könnte man kann sich kaum vorstellen, früher hatten alle nur Senkgruben, Wasser kam aus dem Hausbrunnen und Flächenwidmungspläne gab es auch keine. (Die sind erst 1975 entstanden).
Beide Gemeinden zusammen sind in den letzten 50 Jahren von 2.500 auf rund 6.000 Einwohner (inklusive Zweitwohnsitzer) gewachsen. Der Zuzug hat den Gemeinden viel abverlangt, Investitionen in Schulen, Straßen und vieles mehr notwendig gemacht.
Die Zusammengehörigkeit hat auch heute nicht den Stellenwert, den sie eigentlich verdienen würde. Der Zuzug neuer Einwohner, die quasi unbelastet von der Vorgeschichte ihren Lebensmittelpunkt hier her verlegten, hat das ein wenig ausgeglichen.
Ein Gespräch mit Bürgermeister Dr. Günter Trettenhahn

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