Doc Priessnitz Gesundheitstipps – Wechseljahre

Leider ist es noch so, dass die sogenannten Wechseljahre für die Frauen noch immer ein gefürchteter Lebensabschnitt ist. In dieser Zeit kommt es zum Versiegen der Produktion weiblicher Hormone (Östrogen und Gestagen) und mit diesen das Auftreten unangenehmer Symptome.

Bis zum Zeitpunkt der Menopause (aufhören der Regelblutung) ist der Organismus an reichlichen Sexualhormonen gewöhnt, plötzlich kommt es zum Auftreten eines Mangels und das gesamte Wohlbefinden der Frau ist beeinträchtigt. Neben dem Wohlbefinden kann auch die Lebensqualität und bei manchen auch die Gesundheit negativ betroffen sein. Nur ca. 12% der Frauen erleben die Wechseljahre beschwerdefrei. Die Menopause tritt meistens im Alter von 51 ein und ist hauptsächlich gekennzeichnet durch die Mangelproduktion an Hormonen. Dazu zählt man zuerst die mangelnde Produktion des Gelbkörperhormons bis hin zur völligen Einstellung. Blutungsstörungen, Depression und Gewichtsprobleme sind die Folgen. Die verminderte Produktion von Östrogenen (bis hin zur völligen Einstellung) führt zu Hautveränderungen (dünne, trockene, pergamentähnliche Haut). Verstärkung der klimakterischen Beschwerden (Hitzewallungen, Gelenksbeschwerden, Schlaflosigkeit) bis hin zur Ausbildung der gefürchteten Osteoporose (Knochenschwund) oder sogar zu einer Herzerkrankung. Ab dem 40. Lebensjahr hin bis zur letzten Regel (Menopause) kann es schon langsam zum Auftreten eines Hormonmangels führen, die Patienten klagen über Brustspannen, vegetativer Störungen und Depressionen. Ab der Menopause wird die darauffolgende Zeit als Postmenopause bezeichnet, die eben vom starken Mangel an Östrogenen bestimmt ist. Hier kann es dann zum Auftreten des gefürchteten Knochenschwunds kommen, das bedeutet, eine Abnahme des Mineralgehaltes des Knochens. Leider sind noch viele Frauen nicht über die Behandlungsmöglichkeiten in der Postmenopause voll unterrichtet. Die unbegründete Angst vor Hormonen ist sicherlich auf mangelnde Informationen zurückzuführen.

Die Hormonersatztherapie hebt nicht nur das Wohlbefinden des Körpers, reduziert oder beseitigt die unangenehmen oben angeführten Symptome sondern, haben auch eine wissenschaftlich nachgewiesene Schutzwirkung auf das Herz-Kreislaufsystem. Auch die Angst, vor vermehrtem Auftreten von Brustkrebs und Gebärmutterkrebs unter der Hormontherapie ist unbegründet. Wichtig ist, die auf die einzelne Person zugeschnittene Therapie und vor allem das Gespräch mit der betroffenen Patientin. Nur so kann der Lebensabschnitt wieder lebenswert werden.

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