ZECKEN – eine Bedrohung Für den Menschen!
Die Sommergrippe, eine der häufigsten Erkrankungen in dieser Jahreszeit, gekennzeichnet durch Kopf – und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Fieber kann aber auch Hinweis auf eine Frühsommer – Meningoencephalitis, sprich Gehirnhautentzündung (FSME) sein. Eine gefährliche viral bedingte Erkrankung, die durch Zeckenstiche übertragen wird.
Wenn obengenannte Symptome nach einigen Tagen nicht schwächer sondern stärker werden, wie rasender Kopfschmerz, Nackensteifigkeit und Lichtempfindlichkeit, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Denn dann besteht der Verdacht, dass man sich eine Gehirnhautentzündung eingehandelt hat. Eine Gehirnhautentzündung kann schlimme Folgen haben, denn sie kann bis zu einer Entzündung des gesamten Nervensystems führen. Die Folgen sind mannigfaltig. Es können Lähmungen der Gesichtsnerven, Lähmungen an Armen und Beinen, Hörprobleme, Gleichgewichtsstörungen, Probleme mit der Atmung, psychische Störungen bis hin zu Depressionen auftreten. Die Wahrscheinlichkeit der Todesfolge liegt bei 1 zu 100.
Der einzige Weg nicht an FSME zu erkranken, ist die Durchführung einer Impfung. Nach den beiden ersten Impfungen im Abstand von 3-6 Wochen ist man bis zur dritten Impfung, die nach 6-12 Monaten erfolgt, geschützt. Die erste Auffrischung sollte nach 3 Jahren durchgeführt werden, dann in weiterer Folge alle 5 Jahre bis zum 60. Lebensjahr. Danach alle 3 Jahre. Die Impfung sollte vor der warmen Jahreszeit erfolgen, aber eine Impfung im Sommer ist auch noch sinnvoll. Ein Großteil der Bevölkerung ist durch geimpft, ca. 50-80 Fälle von Erkrankungen im Jahr sind leider noch zu beklagen, deshalb der Aufruf – rasch zur Zeckenimpfung.
Nebenwirkungen auf die Impfung treten heute kaum auf und wenn, sind es lokale Hautrötungen und leichtes Fieber. Die Impfung besteht aus inaktiven Viren, dies das Immunsystem anregen aktive Viren zu bekämpfen. Die Zecke lauert meistens im Gras und im Unterholz, klammert sich am Gewand fest und krabbelt weiter bis sie eine nackte haut findet. Dort sticht das Tier zu, saugt Blut ab und gibt über den Speichel das Virus ab. Je länger die Zecke saugt, umso größer ist das Risiko mit FSME infiziert zu werden. Deshalb so rasch wie möglich das Tier mit einer Pinzette (Zeckenpinzette) entfernen. Die zweite Erkrankung, die ein Zeck auslösen kann, ist die Borreliose. Sie wird häufiger übertragen als die FSME, ist aber leichter zu behandeln und wird mit Antibiotika völlig ausgeheilt. Wichtig ist die Kontrolle der Einstichstelle. Wenn sich die Haut nach 1 – 2 Wochen an dieser Stelle hellrot färbt und der Labortest positiv ist sollte mit einer Behandlung begonnen werden.
Wird nichts unternommen, können im zweiten Stadium Nervenschädigungen und Lähmungserscheinungen auftreten, deren Behandlung um vieles schwieriger wird.
